ICANN: Afrika stärker am Netz beteiligen

neue Domainendungen reservieren

Auf dem kürzlich beendeten 45. ICANN Meeting im kanadischen Toronto präsentierte die „Africa Strategy Working Group“ einen Plan vor, wie sich eine drastische Erhöhung der Anteile des afrikanischen Kontinents am „Multi-Stakeholder-Modell“ der ICANN und dem Internet verwirklichen lässt. Der Plan überzeugte die Anwesenden.

Screenshot aus der ASWG-Präsentation auf ICANN 45.

Auf dem 45. ICANN Meeting in Toronto gab es neben der, natürlich als Tagungsschwerpunkt ausgelobte, Feinjustierung bei der Einführung neuer Top-Level-Domains (TLDs), dem aktuell laufenden newTLDs-Programm, an weiteren Stellschrauben für die Zukunft schrauben. So auch die seit langem geforderte und bereits vor drei Monaten in Prag im Rahmen des 44. ICANN Meeting geführte Debatte um eine höhere Partizipation Afrikas vom Internet und mehr sowie ausreichendere Zugangskapazitäten.

Afrika hat Nachholbedarf – auch im Web

Dass der afrikanische Kontinent zu großen Teilen im Punkte Internet immer noch, wie in so vielen anderen Bereichen auch, ein Entwicklungsland ist, war schon in Prag und lange davor jedem bewusst und Änderungsvorschläge sollten her. – Vorschläge die Afrika Anschluss gewähren ins digitale Zeitalter; und dies flächendeckend und Schichtübergreifend. Vorschläge die in Prag vorgestellt wurden, dort aber nicht überzeugen konnten. Auch weil es um vieles geht:
Es geht um Infrastrukturmaßnahmen als technische Grundlage, Mobilisierung und Befähigung der Menschen ins Internet zu gehen sowie nicht zu letzt um monetäre Mittel und die Finanzierung. Die Hausaufgaben zur Vorbereitung für das 45. ICANN Meeting in Toronto waren also gestellt. Die Präsentation der Africa Strategy Working Group als pdf-download.

 ICANN & Afrika – ASWG soll Weg weisen

ASWG bei ICANN 45.

The Africa Strategy Working Group (ASWG), von dem neuen ICANN Chef Fadi Chehadé aus der Taufe gehoben als Interessenvertretung um den Belange und Anliegen des afrikanischen Kontinentes bei der ICANN mehr Gehör zu verschaffen, präsentierte ihre Ausarbeitung der letzten drei Monate und konnte damit überzeugen – und dies auf breiter Front. Kritik blieb aus. Selten erlebte man die ICANN so geeint und bemüht um einen Konsens zu finden.

Tarek Kamel, ein einflussreiche Senior Advisor des ICANN-Präsidiums, zeigt sich überzeugt und spricht von einem neuen Ansatz für Afrika der mit dem vorgelegten „ICANN’s New Approach to Africa“:

“This plan is based on capacity building, business development, specifically developing the Domain Name System (DNS) business in Africa and insuring inclusion.”

Gegenwind gab es keinen für die zukünftigen Pläne der ICANN, Afrika angemessener bei der bedeutenden Welt-Internet-Verwaltungs-Institution ICANN und vor Allem den Medium Internet zu beteiligen. Man kann hier nur hoffen, dass hier die wirklichen Interessen des afrikanischen Volkes berücksichtigt werden. Ob dem so ist wird sich zeigen.

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ICANN New Approach to Africa in Startlöchern

ICANN’s New Approach to Africa“ stellt den Fahrplan der ICANN im Zuge der Operation „Afrika-Mehreinbindung“ für die kommenden drei Jahre dar. Die richtige Richtung scheint gefunden; alle zeigen sich (noch) zufrieden und einerstanden. Auch die ersten zwölf Monate sind bis ins Detail ausgearbeitet und wartet auf den offiziellen Startschuss der ICANN.