Donuts kein Geld für nTLD .delivery?

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Der United State Postal Service (USPostal) fährt im Kampf um nTLDs eine erste Attacke gegen den Mitbewerber Donuts Incorporation, was dem aufmerksamen DomainNameWire-Blog nicht verborgen geblieben ist, für ein schmunzeln sorgt und folglich auch sofort vermeldet wurde.

Das US-Post Unternehmen nutzte die Möglichkeit Bewerbungen um nTLDs zu kommentieren um dem Konkurrenten um die neue Top-Level-Domain .delivery die finanzielle Stärke abspricht um, wenn Donuts tatsächlich bei allen nTLDs auf die sich das Unternehmen beworben hat den Zuschlag erhält, einen sicheren Betrieb der nTLD .delivery zu gewährleisten. Insgesamt hat sich die Donuts Inc. auf 307 nTLDs beworben und dafür vorab einen Kapitalstock von rund 100 Millionen US-$ zusammen getragen.

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nTLD .delivery: USPostal vs Donuts

Aus Sicht des Konkurrenten USPostal um .delivery kann Donuts einen sicheren Betrieb aller nTLDs auf die sich beworben wurde, mit der bislang zusammen getragenen Kapitaldecke nicht sicher stellen.

ntld kommentar von USpostal unter nTLD Bewerbung von DonutsHier der Kommentar des Mitbewerbers USPostal unter der nTLD Bewerbung von Donuts auf .delivery der mit dem Betreff „Insufficient Capital for 307 gTLDs“ aufmacht:

Comments are made on behalf of the United States Postal Service. Applicant’s answers to questions 6, 18 and others indicate that it is associated with Donuts Inc. (“Donuts”), which has applied for 307 gTLDs through numerous limited liability companies. Donuts has claimed to have raised $100 million as of June 2012. See http://www.donuts.co/images/stories/donuts_launch_release.pdf. On its website, Donuts describes itself as “well-resourced by substantial funding from multi-billion dollar private equity and venture capital funds.” See http://www.donuts.co/index.php?option=com_content&view=article&id=1&Itemid=5. Its investors include Austin Ventures, Adams Street Partners, Emergence Capital Partners, TL Ventures, Generation Partners, and Stahurricane (Paul Stahura’s investment fund), and it has obtained a senior secured revolving credit facility with Comerica Bank. See http://www.donuts.co/images/stories/donuts_launch_release.pdf.

If Donuts is granted each of the 307 gTLDs it applied for, its $100 million in capital will likely not be sufficient to manage all of the gTLDs over the course of ten years. Letters of credit notwithstanding, the community estimates that it will cost approximately $2-3 million to run each gTLD for the ten years to which applicants commit. Thus, if Donuts is granted all 307 gTLDs, there is a question whether its costs, which could be in the range of $600-900 million, may be significantly more than Donuts is able to raise while keeping all 307 gTLDs fully operational. A high failure rate among such a large number of TLDs may be expected to decrease consumer confidence in the Internet.

 

Naiver und hilflos wirkender Versuch von USPostal

Die Absicht die hinter dem Kommentar von USPostal steckt liegt klar auf der Hand: Man möchte sich einen unliebsamen Mitstreiter im Kampf um die nTLD .delivery vom Halse schaffen. Ist das Motiv noch verständlich, scheint der Versuch dies über einen Kommentar zu erledigen beinahe schon amüsant. Man könnte wohl auch von einem verzweifelten Versuch sprechen, die eigene Unterlegenheit im Kampf um die nTLD .delivery zu verschleiern und auf diesem Wege zu versuchen Donuts zu ängstigen und zu einem Rückzug von einigen Bewerbungen um nTLDs, speziell der nTLD .delivery, zu bewegen.

Kommentar zu nTLD Bewerbung auf Twitter: USP in 5 Jahren 25 Milliarden VerlustDas man bei USPostal wirklich daran glaubt, dass dies zielführend sei, ist kaum vorstellbar und lässt eine gewisse Hilflosigkeit im Kampf um eine nTLD erahnen. Auch die Tatsache, dass der Kommentar erst kurz vor Schließens des Kommentierungsfensters zu den jeweiligen Bewerbungen um eine nTLD am 26.09.2012 erfolgte, spricht nicht für dire Stärke von USPostal, sondern viel mehr wie das ziehen der letzten Option verbunden mit der äußerst wagen Hoffnung, vielleicht doch etwas erreichen zu können und Donuts zu einem Rückzug im Fall von .delivery zu bewegen. Denn mit der eigenen Finanzstärke sieht es bei USPostal alles andere als rosig aus: In den vergangen Jahren wurden stets Verluste erwirtschaftet, die kumuliert einen Betrag von 25 (!) Milliarden US-$ ergeben.

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100 Millionen US-$ in Donuts nTLD-Topf nur der Anfang

USPostal sollte eigentlich wissen, dass der nTLDs Bewerber Donuts, der explizit zu dem Zweck sich auf nTLDs zu bewerben gegründet wurde, auf höchster Ebene mit Top-Experten und Internet erfahrenen Führungspersönlichkeiten besetzt ist, die schon wissen worauf sie sich einlassen. Wenn Donuts sich auf 307 nTLDs bewirbt, kann man wohl ziemlich sicher sein, dass das Unternehmen auch ein Konzept hat, im besten Falle alle betreiben zu können und sogar noch dabei verdienen wird. Es kommt hinzu, dass schon lange bevor Donuts auch nur einen einzigen Zuschlag auf nur eine einzige nTLD in der Tasche hat, immerhin schon 100 Millionen US-$ zusammentragen konnte. Besteht erst einmal Sicherheit über den Zuschlag der ein oder anderen nTLD, wird es wohl ein leichtes sein das nötige Kapital auf zubringen.