new gTLD (dot)taxi – Berliner will Zuschlag

neue Domainendungen reservieren

Mit der Taxi Pay GmbH hat sich, neben zwei weiteren Bewerbern, auch ein deutsches Unternehmen um die new gTLD (neue generische Top-Level-Domain) (dot)taxi (“.taxi”) beworben. Nun gilt es für die Berliner Bewerbungsgesellschaft die Mitbewerber, um die new gTLD .taxi, im anstehenden Bieter-Verfahren auszustechen oder sich untereinander auf andere Art und Weise zu einigen. Letzteres scheint eher ein Wunschtraum zu bleiben, denn die insgesamt drei Mal umworbene new gTLD .taxi, verspricht jede Menge sich vergolden lassendes Potential für den, der den Zuschlag der ICANN zum Betrieb der .taxi-Domain-Endung letzten Endes erhält.

Symbolbild für new gTLD (dot)Taxi

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Dass sich die Mitwettbewerber der Berliner Taxi Pay GmbH, im Kampf um die new gTLD .taxi kampflos geschlagen geben, scheint viel mehr absolut utopisch. Und da sich die Taxi Pay GmbH ausschließlich um die new gTLD .taxi beworben hat, kann diese auch keinen Kuhhandel anbieten, wie ihn zur Zeit einige der Massenbewerber untereinander ausmachen. – Bewerbung für (dot)bla nicht weiter verfolgen, wenn dafür dann (dot)blup kampflos überlassen wird… etc.

Zuschlag um new gTLD (dot)taxi könnte kostspielig werden

Der Dritte im Bunde der Bewerber, um die new gTLD .taxi, ist ein weitestgehend unbeschriebenes Blatt und wirft mit seiner eingereichten Bewerbung einige Fragen auf. Die .dot Taxi Limited ist ein eigentlich britisches Unternehmen mit Sitz in Gibraltar, heute Zufluchtsort für vermögende Brieten, des Steuersparens wegens. Das Konzept der Brieten, zum Betrieb der new gTLD .taxi, welches jeder Bewerber um eine der new gTLD bei der ICANN einreichen musste (siehe unten), lässt aber nicht wirklich ein tragfähiges Geschäfts- oder Betreibermodell hinter der Bewerbung um die (dot)Taxi-TLD erkennen. Mutmaßlich handelt es sich hier um den Versuch von Finanz-Investoren, sich die new gTLD .taxi zu sichern, in der Folge auszuschlachten und auf diese Weise  auch von der Domain-Namens-Erweiterung im Web zu partizipieren. Ob man sich ohne wirkliches Konzept auf einen Bieterwettstreit mit der Pine Falls Inc. und der Taxi Pay GmbH einlässt ist zwar denkbar, doch die Chancen, dass es zu einem Rückzieher kommt, sind durchaus gegeben und eher wahrscheinlicher.

Logo der .taxi new gTLD Bewerber donuts Inc.

Die Frage, ob es der Taxi Pay GmbH gelingen wird, im Bieter-Verfahren den nötigen, langen Atem und vor allen Dingen die dazu erforderlichen liquiden, finanziellen Mittel aufweist, wird spannend sein zu beobachten. Gegner und Mitbewerber um die new gTLD .taxi, ist mit der Pine Falls, LLC aus Bellevue, Nebraska, ein Unternehmen, dass man zur Donuts Inc. zählen kann; jenem, im Zuge des ICANN new gTLD-Programm aus der Taufe gehobenen (Investment-) Unternehmen, dass sich um nicht weniger als 307 der neuen Endungen bei der ICANN beworben hat. Ob man dem, was Donuts bei seinen Investoren an Kapital eingesammelt hat und auch weiterhin eifrig zur Füllung der „Kriegskasse im Wettstreit um die new gTLDs“ einsammelt, Paroli bieten kann, ist eigentlich nicht vorstellbar. Als realistische Hoffnung könnte jedoch geltend gemacht werden, dass sich die Donuts Inc., durch einige seiner 307 eingereichten Bewerbungen finanziell bereits so sehr verausgaben muss, dass im Zweifel von der Bewerbung um die new gTLD .taxi Abstand genommen wird. Eine wohl nur wage Hoffnung, die sich aber dadurch nähren dürfte, dass die new gTLD .taxi mit Sicherheit nicht ganz oben auf der new gTLD-Wunschliste der Amerikaner angesiedelt.

Tragfähigstes Konzept von Pay Taxi GmbH vorgelegt – ob das reicht?

Der letztlich einzige Bewerber mit einem wirkliche vielversprechenden und in sich schlüssigem Konzept zum Betrieb der new gTLD .taxi, ist die von Hermann Josef Waldner geführte Taxi Pay GmbH. Die Frage ist, ob der erfahrene Unternehmer Waldner, der bereits seit Jahren tief in der Taxi-Branche verwurzelt ist, genügend Kapital aufbringen kann und ob finanzstarke Investoren akquiriert werden können, die an einen Erfolg des vorgelegten new gTLD Betriebskonzept der Taxi Pay GmbH glauben. – Denn die “.taxi (Bieter-)Kampfkasse sollte, vor dem Beginn des anstehenden new gTLD Bieter-Duells, selbstredend mit ausreichend Kleingeld gefüllt sein, um zumindest die wage Hoffnung auf den Zuschlag am Leben zu halten.

Dass der Visionär Waldner genügend Expertise mitbringt, um bei einem möglichen Zuschlag das Projekt der new gTLD .taxi zum Erfolg zu führen, belegen seine unternehmerischen Leistungen aus der Vergangenheit, was auch mögliche Investoren im Zweifel überzeugen sollte. Immerhin ist Hermann Josef Waldner Chef von gleich vier Taxizentralen, gehört damit zu Europas größten Betreibern dieser Art und hat unter anderem mit einer innovativen TaxiApp sowie durch seine Beteiligung an dem europaweit agierenden Taxi-Netzwerk Taxi.eu (gemeinsam mit der Wiener FMS Austrosoft), die mehr als 40.000 Taxen in 60 europäischen Metropolen, mit weit über 120.000 einzelnen Fahrern koordiniert. Die Bewerbung um die new gTLD .taxi scheint da nur konsequent und wird, falls der Zuschlag zum Betrieb erteilt wird, dann zu sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch ein Erfolg – alles andere würde verwundern.

newTopLevelDomains.de wünscht jedenfalls viel Erfolg bei dem anstehenden Biet-Verfahren und würde es, dem durchaus als Visionär zu bezeichnetem Waldner, mehr als jedem der beiden anderen Bewerber um die new gTLD .taxi mehr als gönnen.

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Hier noch die bei der ICANN, durch die drei genannten new gTLD Bewerber um die Endung .taxi, eingereichten Konzepte zum Betrieb der umworbenen new gTLD: 

nTLDs verhelfen Donuts zu top Startups-Ranking

Der Bewerber um sage und schreibe 307 nTLDs, die Donuts Inc. wird von dem renomierten Wall Street Journal auf der neusten Liste der 50 besten Start-Ups auf Platz 14 geführt. Mit acht Mitarbeiten ist der nTLD-Bewerber auch das kleinste Unternehmen in den Top 50.

donuts Inc das Logo des nTLDs-BewerberJüngst hat das etablierte The Wall Street Journal seine bereits heiß erwartete Liste der Top 50 Startup-Unternehmen veröffentlicht und siehe da: Auch ein nTLD-Bewerber ist mit von der Partie. Der nTLDs Massenbewerber Donuts Inc. landet auf Platz 14 des nicht unbedeutenden Rankings.

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Die Donuts Inc. ist der Big-Player im Run auf die nTLDs. Für 307 nTLDs hat sich das zu diesem Zweck gegründete Unternehmen beworben. Mehr Bewerbungen hat keiner abgegeben. Selbst die bisherigen Web-Giganten google und amazon haben jeweils deutlich weniger Bewerbungen um nTLDs abgegeben.

The Wall Street Journal Liste der top 10 startups

The Wall Street Journal Liste Plätze 10 - 20 top Startups mit Donuts auf 14

Für einige ist die Donuts Inc. wie Phoenix aus der Asche entstanden und hat somit blickte auch so manch einer mit großen Augen auf die schier riesige Zahl an nTLDs die von Donuts Inc. umworben wird.

nTLDs & Donuts Inc. scheinbar gutes Investment

Noch mehr reiben sich nun wohl auch die Leser des Wall Street Journals die Augen, so sie nicht vorher schon auf dem Gebiet der nTLDs nach potentiellen Investments Ausschau gehalten hat.

Für die erfahrenen Internetunternehmer und Macher von Donuts Inc. kommt das Ranking genau zur richtigen Zeit. Das gerade einmal acht Mitarbeiter starke Unternehmen sah sich jüngst dem Vorwurf von USPostal ausgesetzt, ob des zu geringen Kapitalstocks von 100 Millionen US-$ die für das Donuts Projekt nTLDs bislang eingesammelt wurden, den Betrieb von .post aber auch anderen nTLDs im Falle eines Zuschlags nicht sicher stellen zu können.

Zweifel in Sachen nTLDs & Donuts Zahn gezogen

Mit dem nun 14. Platz in der Liste der top Startups dürfte es für Donuts ein noch viel einfacheres sein Investoren zu finden die in nTLDs und Donuts investieren wollen.

Glückwunsch an Donuts Inc. besser kann man Zweiflern wohl nicht den Wind aus den Segeln nehmen… nTLDs von Dinuts Inc wohl nur noch eine Frage der Zeit.

Donuts kein Geld für nTLD .delivery?

Der United State Postal Service (USPostal) fährt im Kampf um nTLDs eine erste Attacke gegen den Mitbewerber Donuts Incorporation, was dem aufmerksamen DomainNameWire-Blog nicht verborgen geblieben ist, für ein schmunzeln sorgt und folglich auch sofort vermeldet wurde.

Das US-Post Unternehmen nutzte die Möglichkeit Bewerbungen um nTLDs zu kommentieren um dem Konkurrenten um die neue Top-Level-Domain .delivery die finanzielle Stärke abspricht um, wenn Donuts tatsächlich bei allen nTLDs auf die sich das Unternehmen beworben hat den Zuschlag erhält, einen sicheren Betrieb der nTLD .delivery zu gewährleisten. Insgesamt hat sich die Donuts Inc. auf 307 nTLDs beworben und dafür vorab einen Kapitalstock von rund 100 Millionen US-$ zusammen getragen.

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nTLD .delivery: USPostal vs Donuts

Aus Sicht des Konkurrenten USPostal um .delivery kann Donuts einen sicheren Betrieb aller nTLDs auf die sich beworben wurde, mit der bislang zusammen getragenen Kapitaldecke nicht sicher stellen.

ntld kommentar von USpostal unter nTLD Bewerbung von DonutsHier der Kommentar des Mitbewerbers USPostal unter der nTLD Bewerbung von Donuts auf .delivery der mit dem Betreff „Insufficient Capital for 307 gTLDs“ aufmacht:

Comments are made on behalf of the United States Postal Service. Applicant’s answers to questions 6, 18 and others indicate that it is associated with Donuts Inc. (“Donuts”), which has applied for 307 gTLDs through numerous limited liability companies. Donuts has claimed to have raised $100 million as of June 2012. See http://www.donuts.co/images/stories/donuts_launch_release.pdf. On its website, Donuts describes itself as “well-resourced by substantial funding from multi-billion dollar private equity and venture capital funds.” See http://www.donuts.co/index.php?option=com_content&view=article&id=1&Itemid=5. Its investors include Austin Ventures, Adams Street Partners, Emergence Capital Partners, TL Ventures, Generation Partners, and Stahurricane (Paul Stahura’s investment fund), and it has obtained a senior secured revolving credit facility with Comerica Bank. See http://www.donuts.co/images/stories/donuts_launch_release.pdf.

If Donuts is granted each of the 307 gTLDs it applied for, its $100 million in capital will likely not be sufficient to manage all of the gTLDs over the course of ten years. Letters of credit notwithstanding, the community estimates that it will cost approximately $2-3 million to run each gTLD for the ten years to which applicants commit. Thus, if Donuts is granted all 307 gTLDs, there is a question whether its costs, which could be in the range of $600-900 million, may be significantly more than Donuts is able to raise while keeping all 307 gTLDs fully operational. A high failure rate among such a large number of TLDs may be expected to decrease consumer confidence in the Internet.

 

Naiver und hilflos wirkender Versuch von USPostal

Die Absicht die hinter dem Kommentar von USPostal steckt liegt klar auf der Hand: Man möchte sich einen unliebsamen Mitstreiter im Kampf um die nTLD .delivery vom Halse schaffen. Ist das Motiv noch verständlich, scheint der Versuch dies über einen Kommentar zu erledigen beinahe schon amüsant. Man könnte wohl auch von einem verzweifelten Versuch sprechen, die eigene Unterlegenheit im Kampf um die nTLD .delivery zu verschleiern und auf diesem Wege zu versuchen Donuts zu ängstigen und zu einem Rückzug von einigen Bewerbungen um nTLDs, speziell der nTLD .delivery, zu bewegen.

Kommentar zu nTLD Bewerbung auf Twitter: USP in 5 Jahren 25 Milliarden VerlustDas man bei USPostal wirklich daran glaubt, dass dies zielführend sei, ist kaum vorstellbar und lässt eine gewisse Hilflosigkeit im Kampf um eine nTLD erahnen. Auch die Tatsache, dass der Kommentar erst kurz vor Schließens des Kommentierungsfensters zu den jeweiligen Bewerbungen um eine nTLD am 26.09.2012 erfolgte, spricht nicht für dire Stärke von USPostal, sondern viel mehr wie das ziehen der letzten Option verbunden mit der äußerst wagen Hoffnung, vielleicht doch etwas erreichen zu können und Donuts zu einem Rückzug im Fall von .delivery zu bewegen. Denn mit der eigenen Finanzstärke sieht es bei USPostal alles andere als rosig aus: In den vergangen Jahren wurden stets Verluste erwirtschaftet, die kumuliert einen Betrag von 25 (!) Milliarden US-$ ergeben.

100 Millionen US-$ in Donuts nTLD-Topf nur der Anfang

USPostal sollte eigentlich wissen, dass der nTLDs Bewerber Donuts, der explizit zu dem Zweck sich auf nTLDs zu bewerben gegründet wurde, auf höchster Ebene mit Top-Experten und Internet erfahrenen Führungspersönlichkeiten besetzt ist, die schon wissen worauf sie sich einlassen. Wenn Donuts sich auf 307 nTLDs bewirbt, kann man wohl ziemlich sicher sein, dass das Unternehmen auch ein Konzept hat, im besten Falle alle betreiben zu können und sogar noch dabei verdienen wird. Es kommt hinzu, dass schon lange bevor Donuts auch nur einen einzigen Zuschlag auf nur eine einzige nTLD in der Tasche hat, immerhin schon 100 Millionen US-$ zusammentragen konnte. Besteht erst einmal Sicherheit über den Zuschlag der ein oder anderen nTLD, wird es wohl ein leichtes sein das nötige Kapital auf zubringen.