nTLD-Bewerbungen – Kommentarfunktion geschlossen, Arbeit beginnt

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Nach dem Schließen des Kommentarfenster zu nTLD-Bewerbung, beginnt die Nachlese langsam Fahrt auf zu nehmen. Nimmt man die zahlreichen Kommentare ernst (so sollte es sein) und setzt sich mit diesen gründlich auseinander, dürfte so manch eine nTLD-Bewerbung wohl niemals über den Status der nTLD-Bewerbungen hinaus kommen.

Nachdem die ICANN das Kommentarfenster zu nTLD-Bewerbungen um zusätzliche 60 Tage verlängert hat, ist die Möglichkeit für jeden seine Meinung und Kritik in Form eines Kommentars zu den einzelnen nTLD-Bewerbungen zu posten nun passé. Seit dem 26. September sind keine Kommentare, zumindest von der breiten Öffentlichkeit mehr , mehr möglich. Eine Tatsache die die ICANN und vieler Unternehmen die ihre nTLD-Bewerbungen eingereicht haben begrüßen dürften. Denn, dass der ICANN und einzelnen nTLD-Bewerbungen dann so viel Kritik, die in Kommentarform für die Ewigkeit und jeden einsehbar verewigt, entgegenweht, damit hat wohl kaum jemand gerechnet; beziehungsweise wollte vielmehr vorher keiner rechnen.

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Wie umgehen mit Kommentaren zu nTLD-Bewerbung?

Das es Kritik geben würde rund um einzelne nTLD-Bewerbungen war eigentlich klar und hat sich schon im Vorhinein abgezeichnet. Genauso wie sich nun abzeichnet, dass der gerade neu veröffentlichte Zeitplan (link) wohl erneut wieder über den Haufen geworfen werden muss. – Alles andere als eine verzögerte Abarbeitung der nTLD-Bewerbungen aufgrund von Kommentaren die zumindest gesichtet und bewertet werden müssen, würde verwundern.

Die Gretchenfrage die es jetzt Seitens der ICANN hinsichtlich der zahlreich kommentierten nTLD-Bewerbung zu beantworten gilt ist wohl, wie die ICANN nun mit diesen umgeht. Auch könnten gerichtliche Auseinandersetzungen zwischen Bewerbern und Kritikern sowie Mitkonkurrenten auf dem Markt und auch um ein und dieselbe nTLD.

nTLD-Bewerbungen – Applicants Guidebook unbrauchbar?

Es zeigt sich dass trotz aller Bemühungen nTLD-Bewerbungen durch das Applications Guidebook, dem Bewerberhandbuch der ICANN wasserdicht zu machen nicht zieht. Das Applicants Guidebook der ICANN ist zwar nicht komplett unbrauchbar aber zumindest verfehlt es das eigentliche Ziel. Letztlich ist dieses nur zu einem Ausschuss-Kriterium verkommen, das nicht mehr als eine erste Hürde darstellt und nicht wie geplant als Grundlage zu einer schnellen Bewertung taugt um dann die nTLD-Bewerbungen geprüft und für tauglich befunden durch winken zu können. Eigentlich ein netter Gedanke aber mindestens genauso naiv.

Zumal auch einige, und dies von allen Seiten, sei es die Konkurrenz, diejenigen die nTLD-Bewerbungen eingereicht haben und abgelehnt wurden oder deren nTLD-Bewerbungen im abschließenden Bietergefecht unterlegen waren, einzelne Staaten und Interessensgruppen, den Gang bis vor den Kadi nicht scheuen werden. Dies könnte und wird zusätzliche, nicht eingeplante Zeit und Ressourcen erfordern; sprich: es wird sich wohl noch was hinziehen bis nTLD-Bewerbungen zu Fixpunkten im DNS geworden sind und angesurft werden können.

nTLD-Bewerbungen – nicht alle Kommentare nachvollziehbar

Sind hier einige kritischen Einlassungen in Kommentarform unter den nTLD-Bewerbungen durchaus nachvoll ziehbar, sind andere recht zweifelhaft und wirken eher als Vorwand um die Konkurrenz auszuschalten. Schließlich geht es um Milliarden und da hört in der Geschäftswelt bekanntlich jeder gute Umgang miteinander auf. Da wird verwirrt, getrickst, getäuscht. Unter dem Einsatz aller Möglichkeiten. Eine geschickt agierende PR-Abteilung kann da einiges möglich machen um ein gewünschtes Ergebnis zu erzielen.

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Nachdem zahlreiche Unternehmen die Einführung neuer ToPLevelDomains weitestgehend ignoriert haben oder zumindest den Eindruck erweckt haben sich nicht für die eingereichten nTLD-Bewerbungen zu interessieren, wird nun beklagt dass einige eingereichte nTLD-Bewerbungen wie ein Begriffs- und somit Suchwortmonopol wirken könnten. Dem ist wohl auch so: Wenn sich amazon beispielsweise bei der nTLD-Bewerbung um .books durchsetzt, hat der Web-Gigant amazon ein Exklusivrecht die Endung und somit in gewisser Weise auch auf den Begriff „Books“.