new gTLDs Objection Process – Service Provider

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Zwar sind new generic Top-Level-Domains (new gTLDs), bei weitem noch nicht im Domain-Name-System des globalen, freien und unabhängigen Netzwerkes Internets, integriert, doch so langsam beginnt die heiße Phase. Ist es dann soweit, werden weit über 1.000 new gTLDs den Domain-Namens-Raum des Internet vergrößern. Kritiker sprechen hier von einem unnötigen, künstlichen Aufblasen; Befürworter oder neutral gestellte Beobachter drängen die ICANN, aufgrund einer kommunizierten, befürchteten Adressenknappheit, bereits seit langem auf ein Erweiterung des Internets mit neuen, größtenteils kommerziellen Endungen und haben dabei natürlich auch die Chancen, welche new gTLDs mit sich bringen fest im Blick. Schon vor der eigentlichen Einführung, wird das Revier daher von nicht wenigen in der Branche, großflächig abgesteckt. Ohne zu wissen ob überhaupt, wann und unter welchen, genauen Voraussetzungen, werden new gTLDs, die ein vielversprechendes Potential versprechen, eifrig registriert.

Einspruch gegen new gTLDs einlegen? – Wer darf Was, Wie & Weshalb?!

new gTLDs Info auf ICANN Projekt-Website objection processBevor es aber endgültig feststeht, wer genau, eine bestimmte der new gTLDs betreiben darf und sich somit am Ende des ICANN Mamut-Projekts (newTLD-Programm) zu den glücklichen Siegern zählen darf, gilt es jedoch, letzte Steine aus dem Weg zu räumen; kleinere und größere! Aktuell, newTopLevelDomains.de berichtete, geht es konkret darum, ob auch alle Bewerbungen korrekt sind, oder ob etwaige Ungereimtheiten bei Bewerbungen oder Bewerbern, um die new gTLDs, auszumachen sind. Daher hat die ICANN, als Herr über Internet und dem gegenwärtigem newTLD-Programm, noch einiges zu prüfen möchte man meinen! – Dem ist auch so, allerdings ist auch die gesamte Öffentlichkeit, weltweit dazu aufgerufen, im Zweifel, Kritik vorzutragen und zu verhindern, dass einige, oder auch nur eine der new gTLDs, in “falsche Hände” gerät.

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Objection Process soll transparent & jedem zugänglich sein, … – soll!

Justicia muss wohl bei manch einer nTLD-Bewerbung entscheiden

In einem letzten Beitrag “NewTLDs Webinar erklärt Einspruchsverfahren“, wurde hier, auf der deutschsprachigen Info & Wissens-Site zu new TLDs, bereits davon berichtet, dass es jetzt endlich in die heiße Phase geht und nun, als eine der hoffentlich letzteren Hürden, (fast) nur noch gilt, der Öffentlichkeit, der Politik als auch der Wirtschaft, die Gelegenheit zu gewähren, gegen einzelne new gTLDs, einen geordneten Widerspruch einzulegen. Schließlich soll ja alles in “gerechten sowie geordnetten Bahnen” von statten gehen – zumindest soll dies so von den Betroffenen so wahrgenommen werden. Die viel gerühmte und gescholtene Transparenz der ICANN! Eine Bewertung dessen, sollte aber besser jedem selber überlassen bleiben…

Die ICANN hat jedenfalls, mit dem new gTLDs Objection Process, ein Verfahren ins Leben gerufen, in welchem einem jeden Erdenbürger, zumindest die theoretische Möglichkeit eröffnet wird, seinen begründeten Protest gegen eine, oder gleich mehrere, der beinahe 2.000 Bewerbungen um new gTLDs, einzulegen. Da das Verfahren, natürlich auch den, von der ICANN längst gewohnten, Transparenz-Gedanken erfüllen soll als auch die Community der Internet-User, bzw. die “allgemeine Öffentlichkeit”, bei der Entscheidung um new gTLDs und der Zukunft des Internets, mit ins Boot nehmen will, soll und muss(!), ist das Einspruchsverfahren, welches sich die ICANN ausgedacht hat, wie vieles in der Vergangenheit auch, gewohnt verschachtelt und insgesamt recht komplex…

new gTLDs Objection Process – übersichtlich präsentiert

Ein wenig stellt sich da natürlich die Frage, ob ein solches Verfahren auch wirklich transparent sein kann und es im Rahmen eines solchen, auch jedem der möchte wirklich möglich ist, von seinen “Einspruchsrecht” Gebrauch zu machen…?! Dem entgegenwirkend, hat die ICANN, neben einem Webinar, auch eine Info-Präsentation veröffentlicht, die das “new gTLDs Objection Process” in Ablauf und Verfahrensweise erklärt. – Maßgeblich beteiligt an der Umsetzung, sind sogenannte ICANN new gTLDs Service Provider, die, je nach Einspruchsart sowie der Berechtigung des Einspruch Einlegenden (nicht Jeder darf gegen Alles Einspruch einlegen) “Protestler”, den potentiellen Ungereimtheiten bei Bewerbungen um new gTLDs, nachgehen sollen.

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Nachdem im oben bereits erwähntem Beitrag (vom 20. Februar 2013), der erste Teil der “ICANN new gTLDs Objection Process-Präsentation“, ins deutsche übersetzt und leicht umgestaltet, einem Jedem, der sich dafür interessiert angeboten wird, folgt nun der zweite Teil der ICANN-Präsentation zum Thema. Die drei von der ICANN eingesetzten Service Provider stellen sich vor und legen noch einmal der “gemeinen, allgemeine Öffentlichkeit” nahe, wies es geht und was man wo machen muss, bzw. wer der drei, für den vermeintlichen Einspruchsgrund zuständig ist – in Frage kämen:

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new gTLDs Objection Process Service Provider auf einen Blick

  • das Intern. Center for Dispute Resolution (ICDR)
  • das WIPO I ADR Arbitration and Mediation Center
  • sowie das Intern. Chamber of Commerce (ICC)

Hier geht es zu den Informationen der new gTLDs Objection Process Service Provider (als chices .docx-Dokument), die newTopLevelDomains.de, aus Gründen einer besseren Übersichtlichkeit, für Sie aus der original ICANN Präsentation extrahiert hat und zu einem eigenen, gesonderten Dokument, im kompatibleren .pdf-Format zur Alternative zum .docx), leicht bekömmlich aufbereitet hat.

NewTLDs Webinar erklärt Einspruchsverfahren

Bereits als die Einführung von newTLDs beschlossen wurde, war man sich im Kreise der obersten Internet-Verwalter, der ICANN, darüber im klaren, dass der Pfad, hin zur endgültigen Einführung der newTLDs, ein steiniger werden würde. Neben der damals, bereits ungefähr abzuschätzenden Masse an Bewerbungen und den damit einhergehenden Verwaltungsaufwand, schließlich muss jede Bewerbung genauestens geprüft werden etc., was alleine schon aus rein organisationstechnischen Gründen eine Herausforderung darstellt. Hinzu kommt dann noch dass Problem, dass die ICANN nicht einfach nach ihrem Gusto werken kann. Die ICANN ist dazu verpflichtet im Sinne der allgemeinen, den Globus längst überspannenden, Internet-Usern zu handeln. Aber auch wirtschaftliche Aspekte spielen im newTLDs Poker mit hinein und auch die politische Klasse hat ob geltenden Rechtes, welches dazu noch in beinahe jedem Land variiert, vollkommen zu Recht, ein schlagkräftiges Wörtchen mit zu reden. Man kann erahnen, dass dies kaum zu schaffen ist, so dass es letztlich jedem recht gemacht wurde.

NewTLDs Info-Präsentation und Webinar

newTLDs Info Präsentation deutsch objection processEin verzwickte Situation für die ICANN, die in ihrem Image ohnehin schon einen nicht allzu guten Ruf in der Öffentlichkeit hat, wenn Sie denn überhaupt bekannt ist. So gilt die ICANN ihren Kritikern, seit je her, lange vor dem aktuellen und sich nun in der Umsetzung befindenden newTLDs Programm, als geldgierige, machtbesessene Institution, die Unabhängigkeit heuchelt. – Also wurde lange an einem Einspruchsverfahren gearbeitet, an dem sich ein Jeder beteiligen kann bzw. konnte, der dies wollte und dem das newTLDs Programm bekannt ist. Bis zum 13. März besteht nun noch die Möglichkeit, seine Einwände zu einzelnen, oder gleich mehreren, umworbenen newTLDs eingereicht werden. Ein nicht wenig komplexer Prozess, dank des mühsam erarbeiteten, versuchend möglichst allen gerecht werdenden newTLDs Einspruchsverfahrens, das eines dieser typischen ICANN-Bürokratie-Monster geworden ist. Da es sich dadurch ein wenig schwieriger gestaltet seinen Protest, Einwand oder seine Kritik an einzelnen newTLDs Bewerbungen anzubringen, hat die ICANN eine Präsentation, welche den genauen Ablauf des newTLDs Widerspruchsverfahrens erklärt, und auf das daran anknüpfende newTLDs Webinar (fand statt am 29. Januar 2013), zum Ablauf und der exakten Verfahrensweise, vorbereitet.

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alle newTLDs “Objection Processs” Infos

Wer das Webinar verpasst hat, dem wird aber wohl auch die dazugehörige Info-Präsentation „new gTLD Objection Process“ Aufschluss gewähren. Zumindest werden hier die wichtigsten Fragen, etwa wer sich, über was genau, überhaupt einlassen bzw. widersprechen darf oder überhaupt kann und wo dies dann möglich ist. – Nur soviel, es gibt drei verschiedene Service-Provider die sich möglichen Einwänden (unterteilt in vier Gruppen) annehmen und auf dann spezifische Weise überprüfen. Gemein haben alle alle Einsprüche die eingereicht werden, dass diese Geld kosten! Immerhin 50.000€ müssen berappt werden, will man überhaupt mit seiner Kritik Gehör finden. Die selbe Summe müssen übrigens dann auch die Bewerber um die umstrittenen newTLDs auf den Tisch legen, wenn sie ihre Bewerbung nicht zurückziehen. Dann heißt es “the winner gets all”, will meinen: Wem letzten Endes Recht zugesprochen wird, bekommt neben seinem Willen auch seine 50.000€ zurück… Alles weitere ist am besten der hier zum Download bereitstehenden, newTLDs Präsentation (in deutsch) zu entnehmen, welches newtopleveldomains.de für sie erstellt hat.

New TLDs – Einspruchsverfahren – Infos by newtopleveldomains.de

Die original ICANN-Version der newTLDs Präsentation zum downloaden: new gTLD Objection Process