Gegenwind für Corporate nTLDs aus US-Staat Delaware

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Der Staatssekretär des US-Bundesstaat Jeff Bullock nutzt die öffentliche Kommentierungsfrist des ICANN newTopLevelDomains (nTLDs)-Programm um seine Bedenken zu nTLDs, die Unternehmensbezeichnungen und, oder Gesellschaftsformen von Unternehmen zum Gegenstand haben. nTLDs wie .Inc, .Corp, .Ltd  et cetera müssten, so diese nTLDs wirklich genehmigt werden, müssten mit ausreichend Restriktionen belegt werden, damit die Corporate nTLDs nicht missbräuchliche Verwendung erfahren werden.

Bewerbungen zu Corporate nTLDs zu wage

Der US-Staatssekretär des US-Bundesstaates Delaware, an der Ostküste der USA gelegen, führt aus, dass keiner der umworbenen Corporate nTLDs von ihren Bewerbern vollständig und zu genüge durchdacht seien. So seien die Pläne die der ICANN zu den einzelnen Corporate nTLDs von den Bewerbern vorgelegt allesamt viel zu wage und vor Allen Dingen viel zu wenig transparent sei.

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Bullock stellt heraus dass es bislang kein schlüssiges und überzeugende Sicherheitssystem gäbe, dass einen Rechtsschutz gemäß des Markenschutzes gewährleistet. Dieses fehlen von Sicherheitsstandards bei den Bewerbungen auf Corporate nTLDs, öffne Betrügern und Kriminellen Tor und Tür. Schließlich hat die Öffentlichkeit zu Recht Vertrauen und weiß wo sie dran ist (z.b. bei Haftungsfragen, Unternehmensform…) in Unternehmensbezeichnungen  wie llc, corporate, llp, Inc sarl srl oder auch die deutsche GmbH (Insgesamt sind es mehrere Dutzend Bewerbungen auf Corporate nTLDs). Ohne Sicherheitskonzept was wasserdicht ist, wäre es für jeden möglich eine solche Corporate nTLDs zu registrieren, was den Anschein erwecken würde, dass es sich bei dem Anbieter der sich unter einer Corporate nTLDs registriert um ein eingetragenes Unternehmen handelt, was es im Zweifel gar nicht ist.

Betrugsmöglichkeiten mit Corporate nTLDs verhindern!

Es ist bereits die zweite Stellungnahme des US-Staatssekretär. Bereits im März warnte er vor den möglichen Gefahren und mahnte an, dass es ein Sicherheitskonzept für jede der Corporate nTLDs geben müsse um Verbraucher, seriöse Unternehmen, die staatlichen Regulierungsbehörden und nicht zuletzt die gesamte Öffentlichkeit im und außerhalb des Internets vor Betrug und Irreführung mit kriminellen Hintergedanke ausreichend schützt.

Da bis heute keine der vorliegenden Corporate nTLDs Bewerbungen ein solches Sicherheitssystem mit genügend Einschränkungen wer und was registriert werden darf beinhalten, solle die ICANN am besten keine der Bewerbungen auf Corporate nTLDs genehmigen. Nur so sei ausreichender Schutz vor Lug und Trug zu gewährleisten und Markt und Wettbewerb würde keinen Gefahren ausgesetzt sein.

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Was nun mit Corporate nTDLs ICANN?

Wie die ICANN nun reagiert bleibt abzuwarten. Mutmaßlich werden die Bewerber um eine Corporate nTLDs wohl dazu angehalten ein Konzept einer Sicherheitsarchitektur die Missbrauch und kriminelle Absichten zumindest weitestgehend verhindert. Das letzte Wort ist hier noch lange nicht gesprochen, zumal sich die Bewerber um eine der Corporate nTLDs auch auf die Bewerbungsanforderungen des ICANN Applicants-Guide-Book berufen, deren Anforderungen man erfüllt habe.